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Erfahrungsbericht zum Thema Futtertierbestäubung. Wie in den anderen Beiträgen bereits beschrieben, muß man die angebotenen Futtertiere durch “goodloading” anfüttern und direkt vor dem verfüttern mit im Handel erhältlichen Preperaten einstäuben. Dieses geschieht, damit der Bedarf an Mineralien und Vitaminen der Schützlinge über das Futter gedeckt wird (hier mehr zum Thema). Da sich das bestäuben der Futtertiere, wie zum Beispiel Heimchen, in der “Heimchendose” als sehr schwierig herausstellt, gibt es bereits extra feedingdishes zu Kaufen. Diese stellen sich allerdings meiner Ansicht nach nicht als besonders nützlich heraus. Wozu also noch extra Geld ausgeben? Die beste (hab schon sehr viel ausprobiert) Methode zur bestäubung von Futtertieren ist meiner Meinung nach ein einfacher Selbstbau. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man die Futtertiere einfach oben einfüllen kann und sie durch die glatten Wände keine möglichkeit haben aus dem Behältniss raus zu springen. Nun ist das Einstäuben Kinderleicht und man benötigt weniger Pulver als in einer Zylindrischen Dose, es ist also auch noch ergibiger. Nach dem bestäuben lassen sich die Tiere einfach ausschütten oder mit einer Pinzette einzelnd verfüttern. Durch die Rillen in der Flasche, lassen sich Rückstände wie Futterreste oder Heu durch leichtes klopfen auf den Behälter im Waagerechten zustand heraus schütteln, so das das überschüssige Pulver in dem Behälter verbleibt.
Hier die Beschreibung:
Man benötigt eine PET-Flasche mit großem Volumen (hier Volvic 2.0l). Nun trennt man den unteren Teil (ca. hälfte) vom Rest der Flasche ab.

Nun schneided man den Verschluß der Flasche gerade ab. Am besten genau so, das man mit dem Boden einer Fotofilmrolle die entstandene Öffnung durch aufkleben mit Heißkleber wieder verschließen kann. Läßt man den Verschluß und den Deckel dran, Zerquetchen sich die Tiere gegenseitig!

Schon ist die Verfütterungdose einsatzbereit. Reinigen kann man sie am einfachsten mit heißem Wasser.

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Bei der Haltung von Heuschrecken und Heimchen muss nicht besonders viel beachtet werden. Heuschrecken lassen sich genauso gut wie Heimchen in der im Handel angebotenen “Heimchendose” über 1-2 Wochen halten. Wobei Heimchen auch mal gut und gerne 3 Wochen überleben. Vorauszusetzen ist natürlich, das sie täglich mit frischen Futter wie Apfel, Banane, Gurke, Basilikum oder Trockenfutter wie z.B. Haferflocken oder Hundetrockenfutter uvm. gefüttert werden. Hier kommt wieder der englische Begriff des “goodloading” ins Spiel. Je besser die Futtertiere vor dem verfüttern mit nahrhafter Kost “geladen” wurden, desto besser sind diese logischerweise auch für Reptilien geeignet. Ihren Flüssigkeitshaushalt decken sie eigentlich durch das angebotene Futter, eine Schale mit Wasser in Kombination mit Watte oder Schaumstoff, oder Flüssigkeits-Gel aus dem Handel nehmen die Tiere jedoch dankbar an. Heimchen kann man ohne Probleme bei Zimmertemperatur oder kühleren Temperaturen im Keller oder gar Kühlschrank halten. Heuschrecken sind in diesem Bereich anspruchsvoller und benötigen eine durchschnittliche Temperatur von 28°C oder zumindest einen Sonnenplatz wo diese Temperatur vorherrscht (bei Haltung von mehreren Tieren in größerem Behälter).

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Beim Thema trinken stellen sich wahrscheinlich bei vielen Besitzern von Zwergbartagamen die Nackenhaare auf. Ich lese immer wieder in Foren Berichte über Halter, die ihre Tiere noch nie haben trinken sehen, obwohl immer eine Schale mit frischem Wasser angeboten wurde. Doch stehendes Wasser ist für Zwergbartagamen nur schwer auszumachen und Wasserfälle erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Terrarium enorm. Das die Tiere nichts trinken ist allerdings nicht ungewöhnlich, da die Bartagamen Flüssigkeit zum größten teils über die Nahrung aufnehmen. Allerdings nicht nur! Denn Zwergbartagamen müssen definitiv Flüssigkeit in Form von Wasser aufnehmen. Man kann mit mehreren tricks versuchen seine Tiere mit der Wasserschale vertraut zu machen. In dem man z.B. mit sehr viel Geduld und einer Pipette so lange tropfen auf die Nase der Zwergbartagamen träufeln lässt, bis sie es auflecken. Wenn sich die Tiere in Nähe des Wassergefässes aufhalten, kann man nun mit der Pipette Wasser in den Napf tropfen lassen und hoffen, dass die Tiere irgendwann darauf reagieren. Auch Sinnvoll ist es, dass Wassergefäß so groß zu wählen, das sich die Agamen darin Baden können. Dieses wird in der Phase der Häutung sehr oft beobachtet. Ich besprühe noch zusätzlich den Salat beim Füttern, so das sie auch beim fressen ein wenig Wasser mit aufnehmen. Sollten die Tiere trotz aller Versuche nichts trinken, sollte man sie alle zwei bis drei Tagen mit einer Pipette versorgen.
In diesem Beitrag möchte ich auf die abwechselungreiche Kost für Bartagamen eingehen.
Als erstes ist zusagen, dass sich Zwergbartagamen (sowie alle anderen Agamen) omnivor ernähren, d.h., sie sind potentielle Allesfresser und ernähren sich sowohl von tierischer als auch von vegetarischer Kost. In den ersten Tagen nach der Geburt fressen sie hauptsächlich tierische Kost, wie z.b. kleine Heimchen (Grillen). Sie sollten jedoch schon sehr früh mit Pflanzlicher Kost in Kontakt gebracht werden, was durch einen täglich frisch gefüllten Behälter mit beispielsweise Salaten, Kräutern oder/und Obst gewährleistet ist. Anderenfalls kann es sein, dass sie diese später verschmähen! Man sollte nach Möglichkeit darauf achten, dass die zugeführte Nahrung ein positives Calcium-Phosphor-Verhältnis aufweist. Eine effektive Calcium zufuhr erreicht auch durch tägliches anbieten von klein gestoßenen Sepiaschalen.
Bei tierischer Nahrung ist es von sehr großer Bedeutung, die Futtertiere nach dem Kauf im Handel mehrere Tage vor dem verfüttern selber mit Nahrung zu versorgen. Dieses Vorgehen nennt man “good-loading” und dient dazu, die Futtertiere für die Verfütterung mit Vitaminen und Nährstoffen anzureichern und zusätzlich eine positive Volumenvergrößerung der Futtertiere zu erzielen, da man in den meisten Fällen nicht weiß, auf welchem Fütterungsniveau sich die Tiere in den Tagen vor dem Kauf befunden haben.
Es ist wichtig, Futtetiere unmittelbar vor der Verfütterung ausreichend mit Vitaminen und Mineralien zu bestäuben.
Das Bestäuben des Futters mit pulverförmigen Mineralstoff/Vitamingemischen ist die einfachste und gebräuchlichste Form der Aufwertung. Die Zusammensetzungen dieser Pulver müssen auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt sein und dabei die Zusammensetzung der Futtermittel, die mit ihnen bestäubt werden, berücksichtigen. Mehrere Produkte hierzu finden sich in jedem Terraritik Fachhandel. Empfehlenswert hierfür ist aus meiner eigenen Erfahrung Korvimin ZVT, was beim Tierarzt erhältlich ist.
Im Wachstum der Zwergbartagamen liegt das Verhältnis vom tierischen zum pflanzlichen Futter bei ca. 1:1, mit der Tendenz zu mehr tierischer Nahrung. Bei adulten (ausgewachsenen) Zwergbartagamen, ist Verhältnis ca. 3:7, d.h. sie ernähren sich hauptsächlich von Pflanzlicher Kost.
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Eine sehr gute Tabelle, die das Calcium-Phosphor-Verhältniss beinhaltet, gibt es auf der Seite des Verbandes für Ernährung und Diätig.
http://www.vfed.de/osteoporose1.htm
Im folgenden Beitrag hab ich eine beispielhafte Liste mit Futtertieren und pflannzlicher Kost zusammengestellt.
tierisch:
Wüstenheuschrecken
Wanderheuschrecken
Heimchen
Steppengrillen
Kurzflügelgrillen
Zweifleckgrillen
Schaben
Mehlwürmer
Zuphobas
u.v.m.
pflanzlich:
Löwenzahn
Karotten
Papaya
Brunnenkresse
Kiwi
Gurke
Basilikum
Aprikose
Spinat
u.v.m.







